Mit neuem Maßsattel ans Ziel der Träume

Elf Alpenpässe, 540 Kilometer, 14.000 Höhenmeter: Hobbysportler und gebioMized Concept-Lab Kunde Christian Lampe hat sich einen Traum erfüllt und das harte Race Across the Alps absolviert. Im Interview verrät er, wieso er unbedingt ins Ziel kommen wollte – und welche Rolle sein neuer Maßsattel von gebioMized dabei gespielt hat.

Am frühen Sonntagmorgen hast du in Nauders in Tirol das Ziel des Race Across the Alps erreicht, nach 39 Stunden im Sattel. Wie fühlst du dich mittlerweile? Konntest du dich ein bisschen erholen?

Ich fühle mich schon immer noch ein bisschen matt. Aber dafür umso glücklicher. Direkt nach der Zieldurchfahrt habe ich kaum realisiert, was da passiert ist. Ich wollte einfach nur noch ins Bett. Aber so langsam begreife ich doch, was ich geleistet habe.

540 Kilometer ohne große Pause durch die Alpen, über Pässe wie das Stilfser Joch, Gavia, oder Mortirolo, insgesamt rund 14.000 Höhenmeter – warum macht man das?

Es geht um dieses Gefühl, die Grenzen verschieben zu können. Wenn man mit in Anführungszeichen normalen Menschen über solche Distanzen spricht, können sie das ja meist gar nicht erfassen. Und schon gar nicht nachvollziehen, dass man solche Strecken mit dem Rennrad fahren kann. Aber es geht eben doch. Auch für normale Hobbysportler wie mich.

Du hast dich vor sechs Jahren schon mal beim RATA über die Berge gequält …

… und musste damals am drittletzten Anstieg aufgeben. Ich hatte mich einfach nicht vernünftig vorbereitet. Ich war gut in Form, aber das Drumherum passte einfach nicht. Das wollte ich jetzt besser machen. Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen.

Was genau hast du geändert?

Ich habe mir zum Beispiel viel mehr Gedanken über die Energiezufuhr unterwegs gemacht und einen Freund mitgenommen, der sich praktisch nur darum gekümmert hat. Im Trainingslager mit Ultracycling-Weltmeister Pierre Bischoff sind wir die RATA-Pässe schonmal abgefahren. Ich habe an den ersten Pässen bewusst etwas langsamer gemacht, das Material optimiert, eine Leistungsdiagnostik durchgeführt und an meiner Sitzposition gearbeitet.

Dazu hast du unter anderem im Frühjahr unser gebioMized Concept-Lab in Köln besucht. Was hat dir das im Endeffekt gebracht?

Ich habe einfach besser auf dem Rad gesessen und sicherlich auch dadurch viel weniger körperliche Probleme gehabt, als vor sechs Jahren. Das ist natürlich ein ganz wesentlicher Faktor, um das Ziel zu erreichen. Richtig begeistert bin ich auch von meinem neuen gebioMized Maßsattel. Vor sechs Jahren habe ich echt unter Sitzbeschwerden gelitten. Das war diesmal überhaupt kein Thema.

Aber den einen oder anderen Tiefpunkt wirst du bestimmt trotzdem gehabt haben, oder?

Von der Motivation her absolut nicht. Ich habe nie daran gezweifelt, dass ich es diesmal schaffe. Klar, irgendwann schlägt die Müdigkeit zu und die Konzentration lässt nach. Aber nach einem kurzen Power Nap am Berninapass zur Halbzeit des Rennens ging es wieder.

Was kommt nach solch einer Leistung? Was für Ziele hast du noch?

Zunächst hoffe ich, dass ich ein bisschen von der Form für den Ötztaler Radmarathon Anfang September halten kann. Und dann würde ich nächstes Jahr gerne das Navad 1000 fahren. Ein Nonstop-Mountainbike-Event in der Schweiz, ohne Begleitfahrzeug, ganz auf mich allein gestellt. Aber da ist dann zwischendurch auch mal eine Nacht im Hotel drin.